Schlechtes Wetter beim Segeln: Was können Sie erwarten?
Sie sehen es in der Wetter‑App: Schauer, etwas mehr Wind und vielleicht sogar Gewittergefahr. Verständlich, dass Sie sich fragen: Findet unser Segeltörn dann überhaupt statt – und wie „schlecht“ ist eigentlich schlecht?
Schauer sind meist kein Spielverderber
In den Niederlanden ist Regen selten ein Dauerzustand. Meist handelt es sich um kurze Schauer mit trockenen Phasen. Mit wasserdichter Kleidung können Sie fast immer problemlos an Deck bleiben. Die wechselnden Wolkenformationen sorgen zudem für beeindruckende Lichtstimmungen auf dem Wasser.
Wind: herrliches Segelwetter – bis zu einer Grenze
Wind ist der Motor des Segelns. Wenn es stärker weht, kann der Skipper die Route oder das Fahrgebiet anpassen, zum Beispiel auf geschütztere Binnengewässer mit weniger Wellengang. Wird es richtig kräftig, gilt: Sicherheit zuerst. Die meisten Schiffe auf dem Wattenmeer und dem IJsselmeer bleiben bei Windstärke 7 im Hafen; der Skipper hat immer das letzte Wort.
Gewitter: kurz extra aufmerksam sein
Gewitter erfordern etwas mehr Vorsicht. Oft kann man noch gut auslaufen, solange das Gewitter in der Ferne bleibt. Kommt es näher, wird der Törn meist angepasst – kürzere Strecke, geschützteres Wasser oder zurück in den Hafen.
Häufig kommt auch die Frage auf, was bei einem Blitzeinschlag passiert: Bei vielen Segelschiffen folgt der Strom im Idealfall einem bevorzugten Weg über Mast und Takelage zu einer Erdung (z. B. Kiel oder Bodenplatte) und dann ins Wasser. Dennoch kann ein Einschlag Schäden verursachen, etwa an der Elektronik.
Rückerstattung und Versicherung: Was Sie wissen sollten
Bei schlechtem Wetter gibt es grundsätzlich keine Rückerstattung.
Wenn Sie finanzielle Sicherheit wünschen – besonders bei starkem Wind – kann eine Reiserücktrittsversicherung mit Beaufort‑Klausel sinnvoll sein. Damit sind Sie abgesichert, wenn Sie bei schwerem Sturm nicht auslaufen können.
Wenn Sie Fragen zu Ihrem Törn haben oder an der Vorhersage zweifeln, nehmen Sie gern Kontakt mit dem Skipper auf. Er denkt mit Ihnen mit und entscheidet letztlich, was sicher und verantwortungsvoll ist.