NAUPAR erklärt: Navigation auf dem Wasser – wie funktioniert das?

Blog-Kompas_300x226

Lelystad, 29. Juli 2015 – Wie kommt man auf dem Wasser von A nach B? Es gibt keine Hinweisschilder, Straßennamen oder anderen praktischen Richtungsanzeiger, wie man es an Land gewöhnt ist. Doch keine Panik: Es gibt praktische Basisinstrumente, mit denen auch auf dem Wasser bestens navigiert werden kann.

Der Kompass

Mit einem Kompass bestimmt man einerseits die Richtung, in die das Schiff fährt, und andererseits werden damit Peilungen auf bestimmte Fixpunkte vorgenommen. So können Sie beispielsweise anhand eines Kirchturms an Land feststellen, wo genau sich das Schiff auf dem Wasser befindet. Im Kompass hängt eine Magnetnadel, die immer nach Norden zeigt. Wenn Sie den Kompass drehen oder das Schiff den Kurs wechselt und sich der Kompass an einer festen Stelle befindet, dreht sich die Kompassrose mit. Der Norden bleibt dabei angezeigt und so wissen Sie immer in welche Richtung das Schiff fährt.

Das Log

Mit dem Log kann die zurückgelegte Strecke und die Geschwindigkeit des Schiffes gemessen werden. Ein häufig verwendetes Log ist das Patentlog: An einer dünnen Leine wird ein Impeller durch das Wasser geschleppt. Diese Leine ist am anderen Ende mit einer sogenannten "Loguhr" verbunden. Wenn das Schiff fährt, dreht sich der Impeller und diese Bewegung wird daraufhin über die Schiffsleine auf das Zählwerk in der Loguhr übertragen, die dann die zurückgelegte Strecke auf dem Wasser anzeigt.

GPS

Heutzutage sind viele Schiffe auch mit GPS (Global Positioning System) an Bord ausgestattet. Das GPS verfolgt die Position des Schiffes genauestens. Ein GPS besteht aus drei verschiedenen Elementen: Satelliten, Empfängern und Bodenstationen. Die GPS-Satelliten kreisen in sechs Umlaufbahnen in etwa 20.000 Kilometern Höhe um die Erde, wobei sie alle zwölf Stunden unsere Erdkugel einmal umrunden. Während dieses Fluges werden ununterbrochen Signale zur Erde geschickt, die von den GPS-Empfängern aufgefangen werden. Die Empfänger bestimmen dann anhand der Signale, wo sich das Schiff genau befindet.